Runde um den Langkofel und Plattkofel

 

Langkofel und Plattkofel

 

Gesamt-Distanz:  16 km
Gesamtzeit:  5 1/2 Stunden
Einkehrmöglichkeiten: Toni Denetz Hütte, Langkofelhütte,Plattkofelhütte, Rifuguo Sandro Petrini
Schwierigkeit: Eine Tour die Ausdauer abverlangt.  Frühe Anreise erforderlich
Start: Talstation Langkofel Seilbahn

 

Wir starten unser Tour an der Talstation der Langkofelseilbahn unterhalb der Langkofelscharte. Früher sind wir diese Strecke mal über das Geröllfeld die Serpentinen hinaufgelaufen. Nie mehr wieder !! Anstrengend, steil und öde.... Kaum zu glauben, dass hier früher die Skifahrer heruntergefahren sind. Allerdings standen unten dann direkt die Krankenwagen bereit.

Mittlerweile bin ich diese Tour schon 5 mal gelaufen und muß sagen, sie ist für mich immer noch eine der schönsten Touren in den Dolomiten.

Es ist immer zu empfehlen, diese Rundtour entgegen dem Uhrzeigersinn zu unternehmen. Denn sonst muß man die Rückseite der Scharte hoch laufen und kann die Bahn nur talwärts nutzen. 

Alternativ: Man geht die Tour doch im Uhrzeigersinn und geht aber nicht zur Scharte hoch, sondern bleibt unten und geht durch die "steinerne Stadt" um den Langkofel herum.

 

Foto: Sellergruppe

 

Mit dem Auto oder Motorrad erreicht man den Gondellift am schnellsten aus dem Grödner Tal. Dafür fährt man von Wolkenstein aus, dem „letzten“ Ort im Grödner Tal, weiter auf der Talstraße taleinwärts. Etwa 3 Kilometer nach Wolkenstein kommt man an eine Verzweigung. Links geht es zum Grödner Joch und in Richtung Gadertal, rechts zum Sellajoch. Hier biegt man rechts ab, folgt also der Ausschilderung zum Sellajoch. Kurz bevor man das Sellajoch erreicht, liegt dann rechts von der Straße die Talstation des Lifts. Von Wolkenstein ist der Lift keine 10 Kilometer entfernt. Direkt an der Talstation gibt es einen großen, kostenpflichtigen Parkplatz. 

 

Foto: Langkofel Seilbahn

 

Die Kabine der Sassolungo-Bahn ist so klein, dass darin genau zwei Menschen hintereinander stehend Platz finden. Man steht also während der gesamten Fahrt.

Beim Einstieg wird man deshalb in zwei Schlangen eingeteilt. Die kleinere und leichtere Person steigt im Regelfall zuerst ein. Wobei man weniger einsteigt als aufspringt. Die Bahn wird nämlich nicht angehalten, weshalb der Einstieg ein wenig mit einem Sprung auf einen langsam fahrenden Zug vergleichbar ist. Weil das nicht ganz so einfach ist, bekommt man tatkräftige Hilfe von zwei Bahn-Mitarbeitern. Irgendwie ähnelt das Ganze dann mehr einem in die Gondel geworfen werden, erfüllt aber seinen Zweck. Den Rucksack behält man – im Unterschied zu zahlreichen anderen Gondeln – übrigens auf dem Rücken und nimmt ihn nicht ab.

Sobald die zweite Person in der Gondel steht, wird die Gondel von den Mitarbeitern zugemacht, man muss sich also wirklich nur darum kümmern, in die Gondel zu kommen. Das klingt jetzt wahrscheinlich schlimmer als es ist. Wir sind schon oft mit der Bahn gefahren und haben hier noch nie einen Sturz gesehen.

Danach geht es in langsamer Fahrt gut 500 Meter in die Höhe (die Talstation liegt auf 2150 Meter), bis man die Langkofelscharte auf 2685 Meter erreicht. Hier befindet sich mit der Toni Demetz Hütte auch gleich eine schöne Einkehrmöglichkeit.

Während der Fahrt, die ein paar Minuten dauert, hat man fantastische Ausblicke auf die mächtigen Berge der Dolomiten – allen voran dem Langkofel, der genau vor einem liegt. Die Bahn fährt teilweise nur knapp an den steilen Felsen vorbei. Das bietet tolle Fotomotive – die Kamera sollte bei der Fahrt also mit dabei sein.

Kurz vor dem Ausstieg muss man sich dann einmal um 180 Grad drehen, damit man vorwärts aussteigen kann. Auch hier helfen Mitarbeiter dabei, dass man auch den Ausstieg aus der fahrenden Gondel gut bewältigen kann.

 

Foto: Bergstation 

 

Oben angekommen in 2655m, steht man meistens im Dunst über den Wolken. Die Temperaturen sind dann in der Regel knapp unter null Grad. 

 

Foto: Bergstation Toni Demetz Hütte

 

Foto: Nebel im Tal

 

Foto: Rückseite Langkofelscharte

 

Die Rückseite der Langkofelscharte ist oft vereist, da hier die Sonne kaum mal hineinfällt. Dadurch ist der Abstieg nicht ungefährlich. Manchmal ist es besser, sich auf den Hosenboden zu setzten und ein Stück abwärts zu rutschten.

 

Foto: Abstieg

 

Foto: Abstieg durch Eis

 

Foto: Blick zurück

 

Foto: Blick auf Langkofelhütte

 

Um zur Hütte zu gelangen, verläßt man den Weg und geht links wieder den Berg etwas hinauf. Wir entscheiden uns eigentlich immer, direkt ohne Einkehr weiter zu gehen.

 

Foto: wohlverdiente Rast

 

Nach der Rast gehts wieder bergauf um das Massiv herum. 

Anschließend werden wir mit der Sicht auf die Seiser Alm und den Schlern belohnt. Im Hintergrund sehen wir auch schon die Plattkofelhütte.

 

Foto: Blick auf Seiser Alm mit Schlern

 

Foto: Plattkofelhütte

 

Foto: Blick zurück 

 

Diese Weg zurük ist oft sehr matschig. So sind wir auf einer Tour lange Strecken bei jedem Schritt knöcheltief versunken. Das Ganze machte keinen Spaß und war wahnsinnig anstrengend. Mir klingt es heute noch in den Ohren, wie mein Freund Stuppi bei jedem Schritt dermaßen geflucht hat, dass es bis in Tal zu hören war.

 

Foto: flacher Teil der Rückweges

 

Foto:Blick Richtung Süden

 
 

Foto: Blick auf den Marmolada

 

Routenverlauf:

Das ist das Profil der alternativen Route im Uhrzeigersinn um Langkofel und Plattkofen ganz herum, ohne durch die Langkofelscharte mit der Seilbahn zu fahren bzw. abwärts zu laufen.

Die Strecke mit der Seilbahn ist um einiges kürzer.

 

Höhenprofil:

 

Ihr könnt euch natürlich die Tour-Daten auch herunterladen. Sie ist bei Komoot als gemachte Tour hinterlegt. Ganz einfach den unten makierten Link anklicken. Dann kommt ihr auf diese Tour bei Komoot.

Von Komoot aus könnt ihr dann die die GPX-Daten für euer GPS-Gerät oder Komoot herunterladen

Ihr könnt euch aber auch gerne bei mir per E-Mail: "muellerguenther53@gmail.com" melden und die GPX-Datei anfordern. Ich sende sie euch dann gerne umgehend zu.